Das Rieselgut Osdorf

"Osdorf - Erinnerung an einen geschleiften Ort"

Zum Jubiläumsjahr 2019:

„Osdorf – Erinnerung an einen geschleiften Ort“

Osdorf, direkt an der südlichen grünen Stadtkante Berlins gelegen, würde im nächsten Jahr das 650jährige Jubiläum seiner Ersterwähnung in der Lehnsurkunde durch Markgraf Otto von Brandenburg im Jahre 1369 begehen können.

Würde….wenn nicht…..

Osdorf, heute als Gemarkung zugehörig zur Gemeinde Großbeeren im Landkreis Teltow-Fläming, war einst in der industriellen Hochzeit am Ende des 19. Jahrhunderts das erste Rieselgut Berlins, stieg zu Blüte auf, gab vielen angesiedelten Familien Lohn und Brot, den Berlinern Versorgung mit Obst und Gemüse und wurde doch nach dem Zweiten Weltkrieg entvölkert und dem Erdboden gleich gemacht, da es zu nah an der Grenze zu West-Berlin lag.

Jens Leder, studierter Historiker und Berliner aus Lichterfelde, beschreibt in seinem Buch die wechselvolle Geschichte dieser kleinen brandenburgischen Ansiedlung, die von der Landkarte radiert wurde.

Jens Leder hat sich nach der Wende auf die Suche nach noch vorhandenen Überresten im Gelände begeben und hat insbesondere das Zeitgeschehen an der Grenze zwischen Osdorf und den Berliner Ortsteilen Lichterfelde und Marienfelde zu Zeiten der „grünen Grenze“ betrachtet. Er hat ehemaligen Einwohnern nachgespürt, auf deren Initiative die Gemeinde Großbeeren einen Gedenkstein mit Erinnerungstafel am Platz der ehemaligen Osdorfer Gutsscheune hat aufstellen lassen, ihrem ehemaligen Heimatort.

Das bebilderte Buch „Osdorf – Erinnerung an einen geschleiften Ort“ von Jens Leder ist als Book-on-Demand Projekt (www.BoD.de) erschienen und im Buch- und online-Handel erhältlich. Es hat 64 Seiten und kostet 6 Euro. ISBN: 978-3-7528-1569-6.

Infos --> www.Historische-Wege.de / Osdorf